Der Beitrag von 4future zu Zusammenhalt, Unabhängigkeit und Zukunftsfähigkeit
Die Neujahrsansprache 2026 von Alexander Van der Bellen beginnt mit einer nüchternen, aber zentralen Beobachtung: Wir leben in einer Zeit, in der gezielt versucht wird, unsere Gesellschaften zu spalten. Nicht nur durch militärische Gewalt, sondern durch Verunsicherung, Desinformation und das systematische Untergraben von Vertrauen – in Institutionen, in Medien, in Wissenschaft, in demokratische Prozesse und letztlich auch ineinander. Spaltung ist dabei kein Nebeneffekt. Sie ist ein strategisches Mittel. Denn gespaltene Gesellschaften sind leichter zu beeinflussen, weniger entscheidungsfähig und langfristig schlechter in der Lage, ihre Zukunft zu gestalten – wirtschaftlich, gesellschaftlich und politisch. Vor diesem Hintergrund sind die zentralen Begriffe der Rede kein Zufall: Zusammenhalt, Unabhängigkeit und Reformfähigkeit. Sie beschreiben nicht, wie wir uns fühlen sollten, sondern was wir brauchen, um handlungsfähig zu bleiben. Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob diese Analyse zutrifft. Sondern: Was folgt daraus konkret?Von der Analyse zur Umsetzung
Politische Reden können Orientierung geben. Sie benennen Zusammenhänge, markieren Bruchlinien und setzen Prioritäten. Die eigentliche Arbeit beginnt danach – dort, wo Analyse in konkretes Handeln übersetzt wird. Dort, wo Menschen, Organisationen und Initiativen Verantwortung übernehmen. Genau an dieser Stelle sieht sich 4future. Nicht als politische Stimme. Nicht als Kommentator der Lage. Sondern als Plattform, die Orientierung in Umsetzung übersetzt. Unser Ansatz ist bewusst ganzheitlich: Zukunft entsteht dort, wo gesellschaftlicher Zusammenhalt, wirtschaftliche Gestaltungsfähigkeit und sinnvoll eingesetzte Technologie zusammenspielen.Gesellschaft: Spaltung überwinden heißt Handlungsfähigkeit zurückgewinnen
Wenn „man uns spalten will“, dann ist die wirksamste Antwort nicht Empörung, sondern Handlungsfähigkeit. Spaltung entfaltet ihre Wirkung dort, wo Menschen das Gefühl haben:- keinen Einfluss mehr zu haben
- komplexe Entwicklungen nicht mehr zu verstehen
- mit ihren Fragen und Sorgen allein zu sein
- Räume schaffen, in denen Dialog möglich bleibt – auch bei unterschiedlichen Perspektiven
- Orientierung geben, ohne zu vereinfachen oder zu belehren
- Menschen befähigen, Zusammenhänge zu verstehen und wieder aktiv mitzuwirken
Wirtschaft: Zukunftsfähigkeit statt Daueroptimierung
Spaltung zeigt sich nicht nur gesellschaftlich, sondern auch in Organisationen:- zwischen Management und Mitarbeitenden
- zwischen kurzfristigem Kostendruck und langfristiger Zukunftssicherung
- zwischen Effizienzlogik und Innovationsnotwendigkeit
- Zukunftsfragen werden nicht als Störung, sondern als strategische Führungsaufgabe verstanden
- Transformation wird als kontinuierlicher Prozess gedacht, nicht als Ausnahmezustand
- Entscheidungen entstehen aus Klarheit über Richtung – nicht aus Angst vor Verlust
Technologie: Mittel zum Zweck, nicht Selbstzweck
Technologie spielt in der Neujahrsansprache eine besondere Rolle – nicht als Innovationsversprechen, sondern als Frage der Unabhängigkeit. Das ist entscheidend. Denn Technologie ist heute kein neutraler Werkzeugkasten mehr. Sie beeinflusst Abhängigkeiten, Machtverhältnisse, Kostenstrukturen und Handlungsspielräume. Der Beitrag von 4future liegt daher nicht in Technik-Euphorie, sondern in Einordnung und Nutzbarmachung:- verständlich statt elitär
- integrierbar statt fragmentiert
- unterstützend statt dominierend
Verantwortung statt Rückzug
Zwischen den Zeilen der Neujahrsansprache wird ein Rollenwechsel deutlich: Der Staat allein kann diese Herausforderungen nicht lösen. Zusammenhalt, Unabhängigkeit und Zukunftsfähigkeit entstehen dort, wo Menschen, Organisationen und Communities Verantwortung übernehmen. 4future versteht sich als Teil dieses Verantwortungsraums. Nicht mit einfachen Antworten. Nicht mit fertigen Wahrheiten. Sondern mit Strukturen, Formaten und Angeboten, die Handlungsfähigkeit ermöglichen.Warum diese Arbeit Unterstützung braucht
Damit diese Arbeit Wirkung entfalten kann, braucht sie tragfähige Grundlagen. Projekte, die Orientierung schaffen, Dialog ermöglichen und Umsetzung begleiten, benötigen:- Menschen, die Verantwortung übernehmen
- Zeit, um Themen zu vertiefen statt zu verkürzen
- Mittel, um unabhängig arbeiten zu können
Mitgliedschaft und Spenden: Mittragen statt zuschauen
Mitglied bei 4future zu sein bedeutet nicht, eine Leistung zu konsumieren. Es bedeutet, Teil einer Antwort zu sein. Mitglieder:- geben der Arbeit Rückhalt
- ermöglichen Kontinuität und Planbarkeit
- tragen dazu bei, dass Projekte langfristig wirken können
- inhaltliche Unabhängigkeit
- Fokus auf Wirkung statt kurzfristige Logik
- das Arbeiten an Themen, bevor sie zur Krise werden
2026 ist kein Beobachtungsjahr
Die Neujahrsansprache macht deutlich: Wir befinden uns nicht in einer Übergangsphase, sondern in einer entscheidenden Phase. Ob wir handlungsfähig bleiben, hängt davon ab, ob genug Menschen bereit sind, mehr zu tun als zuzuschauen. 4future bietet dafür den Rahmen. Mitglieder und Spenderinnen und Spender machen ihn tragfähig. Wenn wir nicht gespalten werden wollen, müssen wir zusammenarbeiten. Wenn wir unabhängig sein wollen, müssen wir Verantwortung teilen. Wenn wir Zukunft gestalten wollen, brauchen wir Menschen, die diese Arbeit mittragen.Call to Action
Wenn Sie diese Arbeit unterstützen möchten, gibt es zwei Wege:- Mitglied werden und Teil einer Community sein, die Verantwortung übernimmt.
Schließ Dich bereits 500 Menschen an, die die Community ausmachen. - Spenden, um konkrete Projekte, Formate und Initiativen wie z.B. 4future.one (unsere unabhängige Zusammenarbeitsplattform) oder 4future.city (Demokratie Initiative für Gemeinden) möglich zu machen
Gemeinsam gestalten wir Zukunft.
- Über den Autor
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Werner Illsinger ist systemischer Coach, Unternehmensberater sowie Lektor an der FH-Kärnten. Sein Herzensanliegen ist es, dass Arbeit Spaß macht.
