Weihnachtsfeier 2025 – ein wunderbarer Abend und ein klares Learning
Unsere Weihnachtsfeier war ein wunderbarer Abend. Gute Gespräche, gemeinsames Essen, viel Lachen – und
vor allem viele Menschen, die mitgeholfen, organisiert, Essen beigetragen und Verantwortung übernommen haben. Dieses
Miteinander ist das, was unseren Verein ausmacht. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken.
Die Veranstaltung war zugleich bewusst als Fundraising-Abend für den Verein geplant. Auch das war im
Vorfeld klar kommuniziert. Ziel war es, gemeinsam Zeit zu verbringen und gleichzeitig die Vereinsarbeit finanziell zu
unterstützen.
Gerade deshalb müssen wir einen Punkt offen und klar ansprechen.
Wenn bei einer Veranstaltung ein Mindestbeitrag vereinbart ist und Menschen diesen bewusst nicht leisten,
obwohl sie Essen, Getränke und den gemeinsamen Rahmen nutzen, dann ist das kein Missverständnis, sondern
ein Regelbruch. Dieser Regelbruch verlagert Aufwand und Kosten auf andere – insbesondere auf jene, die
Zeit, Freizeit und eigenes Geld investiert haben.
Viele haben den vereinbarten Mindestbeitrag nicht nur eingehalten, sondern deutlich überschritten. Dafür
sagen wir ausdrücklich Danke. Aus dem Gesamtbild ist zugleich klar ersichtlich, dass dies nur möglich war, weil andere
keinen Beitrag geleistet haben. Diese Schieflage ist unfair – vor allem gegenüber jenen,
die gespendet und zusätzlich viele Stunden Arbeit und Sachleistungen eingebracht haben.
Wichtig ist uns dabei eine klare Einordnung: Gerade jene, die organisatorisch mitgeholfen, Essen beigetragen oder
Verantwortung übernommen haben, haben den Mindestbeitrag häufig trotzdem eingehalten oder sogar deutlich überschritten.
Die finanzielle Schieflage kann daher nicht durch Engagement erklärt werden – im Gegenteil: Sie wurde von
den Engagierten vielfach mitgetragen. Das Ungleichgewicht ist durch bewusstes Nicht-Beitragen Einzelner
entstanden.
Zur Einordnung gehört auch der tatsächliche Aufwand: Allein in die Vorbereitung und das Kochen sind rund
zehn Stunden geflossen, unterstützt durch weitere ehrenamtliche Hilfe beim Einkaufen, Schneiden,
Vorbereiten und Kochen. Zusätzlich wurden Sachspenden eingebracht. Nach Abzug der Kosten blieben für den Verein rund
400 EUR. Bei rund 40 Teilnehmer:innen, einem klar definierten Mindest-Förderbeitrag sowie diesem
erheblichen ehrenamtlichen Einsatz steht dieses Ergebnis in keinem angemessenen Verhältnis zum
investierten Aufwand.
Man kann sich das einfach vorstellen: Wenn bei einer Veranstaltung der Preis für ein Getränk sichtbar angeschrieben ist
und dennoch jemand konsumiert, ohne zu zahlen, dann ist das keine Unachtsamkeit, sondern eine Entscheidung. Genau dieses
Verhalten hinterlässt – bei aller Wertschätzung für den gemeinsamen Abend – einen schalen Beigeschmack,
insbesondere bei jenen, die viel beigetragen haben.
Unser Learning
Ein Verein lebt vom Respekt gegenüber Engagement: gegenüber jenen, die Zeit investieren, gegenüber jenen,
die Verantwortung übernehmen, und gegenüber jenen, die nicht für sich selbst, sondern für den Verein
beitragen.
Für zukünftige Fundraising-Veranstaltungen gilt daher:
- Fundraising bleibt Fundraising.
- Die Teilnahme ist an einen verbindlichen Förderbeitrag (Spende) geknüpft.
- Dieser Beitrag dient der Vereinsarbeit – nicht der Veranstaltung.
- Essen und Getränke sind eine Aufmerksamkeit im Rahmen des Abends.
- Beiträge werden künftig verbindlich und vorab organisiert.
Diese Klarheit dient dem Respekt – gegenüber allen, die mittragen und sich bemühen. Herzlichen Dank noch einmal allen die den Abend zu einem tollen Event gemacht haben!
Ich wünsche allen ein schönes neues Jahr
Werner
PS: Wer die Aktivitäten der 4future.foundation unterstützen möchte. Es ist nie zu spät und jeder Euro hilft um unsere Projekte (4future.one – unsere unabhängige Zusammenarbeitsplattform – oder 4future.city unser Beteiligungsprojekt auf Gemeindeebene) weiterzubringen.
Danke dafür
- Über den Autor
- Artikel
Werner Illsinger ist systemischer Coach, Unternehmensberater sowie Lektor an der FH-Kärnten. Sein Herzensanliegen ist es, dass Arbeit Spaß macht.
