Ein persönlicher Beitrag von Werner Illsinger, 4future.digital

Schau dir diese Grafik an.

In der Mitte bist du. Rundum: amerikanische Konzerne die wissen wo du bist, was du kaufst, mit wem du sprichst, wie gesund du bist – und für wen du wählst.

Das ist nicht Science Fiction. Das ist heute. Das ist dein digitales Leben.

Und mittendrin: deine E-Mail.


Das Produkt bist du.

Gmail ist kostenlos. Google verdient 2025 über 250 Milliarden Dollar im Jahr. Womit?

4future.email Who shares European data reality

Folie aus meinem Vortrag “I am afraid dave, I cannot do that” bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) im April 2026

Mit dir. Mit deinen E-Mails. Mit deinen Terminen. Mit deinen Kontakten. Mit deinen Aufgaben. Mit allem was du digital tust.

Wenn ein Produkt kostenlos ist – dann bist du das Produkt.

Das ist kein moralisches Urteil. Das ist ein Geschäftsmodell. Und es funktioniert – weil die meisten Menschen es nicht sehen. Oder sehen wollen. Oder eine Alternative haben.


Der gläserne Mensch ist keine Metapher mehr.

An der Österreichischen Akademie der Wissenschaften haben wir darüber gesprochen. Über Datensouveränität. Über digitale Selbstbestimmung. Über den gläsernen Menschen.

Was dabei auffällt: Die meisten nicken. Sie wissen es. Aber sie tun nichts – weil sie glauben es gibt keine Alternative.

Die gibt es. Aber dazu später. Zuerst das volle Ausmaß des Problems.


Es geht nicht nur um dich. Es geht um Europa.

Schau nochmals auf die Grafik.

Jedes europäische Unternehmen das Microsoft 365 verwendet zahlt monatlich an einen amerikanischen Konzern. Die Daten fließen in amerikanische Rechenzentren. Die Wertschöpfung fließt ab. Die Abhängigkeit wächst.

Das ist keine Kleinigkeit. Das ist strukturelle Schwäche.

Und es wird gefährlich wenn geopolitische Interessen ins Spiel kommen.


Wenn Amerika den Stecker zieht.

April 2022. Amsterdam Trade Bank. Eine niederländische Bank. Finanziell solvent. €1,2 Milliarden Aktiva.

Nach US-Sanktionen gegen russische Eigentümer sperrte Microsoft sofort alle E-Mail-Zugänge. Amazon kündigte alle Cloud-Services. Innerhalb von 48 Stunden war die Bank operativ gelähmt.

Am 22. April 2022 erklärte das Gericht die Bank für insolvent.

Nicht wegen schlechter Geschäfte. Nicht wegen Zahlungsunfähigkeit. Sondern weil Microsoft den Stecker gezogen hatte.

Ein niederländisches Gericht musste Microsoft mit Strafzahlungen von bis zu €100 Millionen drohen – nur damit die Insolvenzverwalter Zugang zu den eigenen Daten bekamen.


Und dann war da noch der Internationale Strafgerichtshof.

Februar 2025. Den Haag. Der Internationale Strafgerichtshof – gegründet 2002, anerkannt von 124 Staaten, aufgebaut auf Microsoft Azure.

Die Trump-Administration verhängte Sanktionen gegen den ICC-Chefankläger. Folge: Er verlor den Zugang zu seinem Microsoft E-Mail-Konto. Der ICC musste auf Proton Mail ausweichen. Notfallsitzungen. Beweise sichern. Aus Angst.

Der IT-Manager des ICC schrieb danach intern:

“Wir müssen Abhängigkeiten reduzieren und die technologische Autonomie des Gerichts stärken – auch wenn das kurzfristig teuer, ineffizient und unbequem ist.”

Im Oktober 2025 wechselte der ICC von Microsoft 365 zu openDesk – einer europäischen Open-Source-Alternative.


Microsoft hat es unter Eid bestätigt.

  1. Juni 2025. Französischer Senat. Unter Eid.

Anton Carniaux, Legal Counsel von Microsoft France, wurde direkt gefragt:

“Können Sie garantieren, dass Daten französischer Bürger niemals ohne Zustimmung französischer Behörden an US-Behörden weitergegeben werden?”

Seine Antwort:

“Non, je ne peux pas le garantir.”

Nein. Ich kann das nicht garantieren.

Das gilt nicht nur für Frankreich. Es gilt für jeden EU-Mitgliedsstaat. Es gilt für Österreich. Es gilt für dich.

Der CLOUD Act verpflichtet amerikanische Unternehmen zur Datenweitergabe an US-Behörden – unabhängig davon wo die Daten physisch liegen. Server in Wien ändern daran nichts solange das Unternehmen amerikanisch ist.


Warum wir 4future.email gebaut haben.

Seit 1986 betreiben wir digitale Infrastruktur in Österreich. Nicht weil es immer profitabel war. Sondern weil wir glauben dass digitale Werkzeuge in die Hände der Menschen gehören – nicht in die Hände weniger Großkonzerne.

Das ist kein Slogan. Das ist der Grund warum es uns gibt.

Als wir die Entwicklung der letzten Jahre beobachtet haben – den CLOUD Act, die Sanktionen gegen den ICC, Microsoft unter Eid – war uns klar: Es reicht nicht mehr darüber zu reden. Wir müssen die Infrastruktur bauen.

Also haben wir es getan.


Was wir gebaut haben.

4future.email ist kein weiterer E-Mail-Anbieter. Es ist ein Baustein für digitale Souveränität.

Was hinter 4future.email steckt:

Ein Cluster aus 12 Servern in Wien. Eigenes Rechenzentrum – nicht gemietet, nicht bei einem Hyperscaler. Carrier Grade Infrastruktur – die gleiche Qualität die große Telekommunikationsanbieter verwenden. DMARC-Monitoring in Echtzeit – wir sehen sofort wenn jemand in deinem Namen E-Mails sendet.

Was du bekommst:

50GB Postfach. Kalender. Kontakte. Aufgaben. Auf allen Geräten. Synchron. Zuverlässig. So wie Exchange Online – aber österreichisch. Ohne CLOUD Act. Ohne dass jemand mitliest.

Was es kostet:

€3,90 pro Monat. Weniger als Microsoft Exchange.


Für Privatpersonen. Für Unternehmen. Für Europa.

Du denkst vielleicht: Ich habe nichts zu verbergen.

Das ist nicht der Punkt.

Der Punkt ist Selbstbestimmung. Der Punkt ist dass du entscheidest wer deine Kommunikation sieht. Nicht ein amerikanischer Konzern. Nicht eine US-Behörde. Du.

Und wenn du ein Unternehmen betreibst – ein Anwaltsbüro, eine Arztpraxis, einen Verein, ein KMU – dann ist es keine philosophische Frage mehr. Es ist eine rechtliche. DSGVO. Berufsrechtliche Verschwiegenheitspflicht. Compliance.

Microsoft hat unter Eid bestätigt: Sie können es nicht garantieren.

Wir können es. Weil wir österreichisch sind. Weil wir unsere Infrastruktur selbst betreiben. Weil wir seit 1986 genau das tun.


Was du heute tun kannst.

Warte nicht auf die Politik. Warte nicht auf europäische Regulierung. Warte nicht bis es zu spät ist.

Jeder einzelne Schritt zählt. Jede Mailbox die von Gmail oder Microsoft zu einem europäischen Anbieter wechselt ist ein kleiner Schritt Richtung digitale Souveränität.

Wenn tausende diesen Schritt machen – verändert sich etwas.

4future.email – Jetzt starten

In 10 Minuten ist deine Mailbox bereit. €3,90/Monat. Österreichische Infrastruktur. Kein CLOUD Act.

Oder komm zu einer unserer Veranstaltungen. Wir erklären es dir gern persönlich.


4future.digital – backbone of your digital future. Wir betreiben digitale Infrastruktur seit 1986. Aus Wien. Für Menschen.

Dieser Artikel erscheint auch auf 4future.institute – unserem Think Tank für digitale Zukunftsfragen, auf dem auch ein Policy Brief zum Thema Digitale Souveränität erschienen ist. 


Weiterteilen erwünscht.

Denn digitale Souveränität entsteht nicht durch einen Beschluss in Brüssel. Sie entsteht durch tausende einzelne Entscheidungen. Heute.

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